Eichhörnchenkinder in Not?

Von Beate Uhlig/ SAMT e. V. Es kommt immer wieder vor, dass Eichhörnchenkinder Menschen hinterherlaufen und sich sogar am Hosenbein festklammern. Man braucht keine Angst zu haben, denn diese Tiere haben keine Tollwut, wie mancher vielleicht vermutet. Die jungen Eichhörnchen zeigen dieses Verhalten, sofern sie den Anblick von Menschen generell gewohnt sind, aus purer Verzweiflung. Sie haben ihre Mutter verloren und sind bereits seit mehreren Tagen mangelversorgt. Dann nehmen die Jungtiere all ihren Mut zusammen und suchen gezielt die Nähe zum Menschen, um Hilfe zu bekommen. Oft sind sie auch durch den Absturz aus ihrem Baum verletzt. Zudem können noch Geschwisterchen betroffen sein und sich ganz in der Nähe aufhalten. Daher sollte man zusätzlich die Umgebung nach ihnen abzusuchen.

Abbildung: Eichhörnchenkinder
Beispielfoto (© Eichhörnchen Schutz e. V.)

Wer von einem Eichhörnchenkind als Retter auserkoren wurde, sollte es unbedingt warm halten und auf jedem Fall sofort zu einem Tierarzt oder einer Wildtierhilfe bringen. Auf keinen Fall das Tier füttern oder gar versuchen, es selber zu Hause zu päppeln, denn dann sinken seine Überlebenschancen rapide.

Andere Wildtierkinder, die vermeintlich allein aufgefunden werden, sollten weder berührt, noch sonst irgendwie gestört werden. In der Regel befinden sich die Eltern ganz in der Nähe. Für Feldhasen beispielsweise ist es ganz normal, daß die Kleinen vorübergehend allein in eine Mulde gehockt zurückbleiben. So lange Menschen in der Nähe sind, trauen sich die erwachsenen Tiere dann nicht zurück. Wer auf Nummer sicher gehen will, beobachtet erstmal aus größerer Entfernung und verständigt im Notfall die Fachleute einer Wildtierhilfe.

Es gibt passende Ansprechpartner speziell für Eichhörnchen:

www.eichhoernchen-notruf.com          (Tel.: 0700 – 200 200 12)

www.eichhoernchen-schutz.de

www.eichhörnchen-in-not.de

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