Rosinas Welt Kolumne August 2016

Liebe Leserin,
lieber Leser,

für mich war es ja nur eine Frage der Zeit. Ein Wunder, dass es nicht schon viel früher passiert ist. Hätte sie mal besser auf mich gehört. Immer wieder hatte ich sie gewarnt. Am Ende war der Schrecken groß, und die Schmerzen auch. Aber mal ganz von vorn:

Du musst wissen, meine kleine Katzenfreundin Molly jagt in ihrem jugendlichen Eifer ständig allem hinterher, was sich auch nur irgendwie bewegt. Selbst Fliegen, Spinnen, Ameisen, Schmetterlinge sind vor ihr nicht sicher. Und Bienen.

geschwollene Katzenpfote (Bienenstich)
Was so eine Biene mit einer Katzenpfote anstellen kann, sieht man hier …

Ein kurzer, hoher Schrei und man sah sie panisch vom Garten ins Haus flüchten, wo sie sich hektisch das Pfötchen leckte und selber fragte, was war das gerade? Uh, tut das weh! Laufen ging nicht mehr, maximal noch humpeln. Wieder und wieder ließ sich Molly auf die Seite fallen und leckte sich die schmerzende Stelle. Natürlich kamen gleich unsere Menschen ganz besorgt herbeigeeilt. So richtig freiwillig wollte Molly ihr Pfötchen aber nicht herzeigen. Ich glaube, sie hat sich ein bisschen geschämt für ihren Leichtsinn. Ein Stachel war nicht erkennbar, der hätte sofort entfernt werden müssen. Die Stelle kühlen, was man als 1. Hilfe-Maßnahme hätte durchführen können, ist bei unserem kleinen Zappel-Philipp leider nicht möglich. So blieb einzig, dass das Füßchen von allein heilt. Ein Arztbesuch wäre nur bei einer allergischen Reaktion von Nöten gewesen. Ansonsten sind wir Katzen ja hart im Nehmen.

Am nächsten Tag war Mollys Pfote echt dick angeschwollen. Aber es sah schlimmer aus, als es war. Sie tollte bereits wieder fröhlich durch die Gegend auf der Jagd nach allerlei Getier. Einen Kommentar dazu spare ich mir an dieser Stelle…

Ich selber blieb leider auch nicht ganz verschont diesen Sommer. Beim Schmusen mit meinen Menschen bemerkten diese eine Zecke in meinem Fell. Da ich aus meinen Erfahrungen heraus jede Hilfe zu schätzen weiß, habe ich mir den blöden Parasiten ganz brav beseitigen lassen. Bevor sie die Zecke entfernten, haben meine Menschen das umgebende Fell zur Seite gedrückt. Sie wollten mir so freundlicherweise keine unnötigen Haare ausreißen. Mit einer schmalen Pinzette haben sie dann ganz nah an der Haut angesetzt und die Zecke vorsichtig herausgezogen. Manche Leute greifen leider immer wieder zu Hausmitteln wie Klebstoff, Nagellack oder Öl, hab ich mir sagen lassen. Sie töten so zwar die Zecke, doch in seinem Todeskampf gibt das Tier vermehrt Erreger in die Wunde ab. Das Risiko einer Infektion steigt damit bloß. Bitte macht das nicht!

Zecken sind nicht nur unangenehm, sie können auch gefährlich werden. Zwar sind wir Katzen in Bezug auf Krankheiten, die durch Zecken übertragen werden, weniger gefährdet also Hunde. Aber auch bei uns besteht ein Risiko. Durch schnelles Entfernen von Zecken kann man dieses mindern. Deshalb sollte das Fell von Katzen, die Freigang haben, täglich kontrolliert werden.

Nicht nur tierische Plagegeister können im Sommer zur Gefahr werden, auch Hitze kann ein Problem sein. Mehr dazu findest Du in meinem heutigen Newsletter. Viel Spaß beim Lesen und bis zum nächsten Mal,

Deine Rosina

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