Rosinas Welt – Januar 2016

Hiermit meldet sich Eure Rosina zurück. Ich hoffe, Ihr hattet eine schöne Weihnachtszeit im Kreise Eurer Lieben und einen feucht-fröhlichen Rutsch ins neue Jahr.

Nach den ersten beiden Newslettern kennt Ihr mich und meine kleine Molly ja schon ein wenig. Nun möchte ich mit der Vorstellungsrunde weitermachen, denn wir sind in unserem Rudel eigentlich vier Katzen – eigentlich. Leider muß ich heute jedoch mitteilen, daß unsere „Schwester“ Lisa kurz vor Weihnachten gestorben ist. Sie war schon lange vor uns bei unseren Menschen, kam damals zusammen mit dem gleichaltrigen Kater Timmy mit bereits 10 Lebensjahren zu ihnen. Aber was sind schon 10 Jahre, dachte sich wahrscheinlich Lisa, und überlebte ihren Kumpel, der zumindest auch schon 16 Jahre alt geworden war, noch um weitere fünf. Das war auch gut so, denn bei der vorherigen Besitzerin hatte sie es nicht so gut, und diese Zeit mußte nun aufgeholt werden.

Bild: Schwarz-weisse Katze namens Lisa.
Lisa

Ungepflegt und krank kam sie zu unseren Menschen, war voller Milben und Flöhe. Zudem war sie so stark übergewichtig, dass sie nicht mehr an alle Stellen ihres Körpers zum Putzen herankam. Und Lisa war damals, wie mir erzählt wurde, auch eine ziemliche Kratzbürste, die sich von niemandem anfassen lies. Erst im Laufe der Zeit faßte sie immer mehr vertrauen. Am Ende konnten unsere Menschen sogar Lisas Bauch küssen – und es gefiel ihr, muß ich dazu sagen. Wer hätte das gedacht. Nur Besucher machten bis zuletzt doch lieber einen großen Bogen um sie, um sich kein blutiges Andenken zu holen. Wir anderen Katzen hatten immer großen Respekt vor ihr. Mit ihrer Körperstatur, die auch eines Katers würdig gewesen wäre, und ihrer stoischen Art, war sie für uns doch etwas angsteinflößend. Ärger hat sie selber keinen provoziert, ist einem Konflikt aber auch nie aus dem Weg gegangen, wenn ihr versteht, was ich meine. Ich selber war nicht unbedingt ihr größter Fan, möchte ich mal vorsichtig sagen, aber die kleine Molly hatte an Lisa einen Narren gefressen und sie in ihr Herz geschlossen. Das beruhte zwar nicht auf Gegenseitigkeit, Lisa hat diese Liebe jedoch zumindest still ertragen. Vielleicht war sie auch zu stolz, um Gefühle zu zeigen.

Bild: Katze Lisa ruht auf einem Gartenweg
Lisa konnte auch entspannt sein.

Unseren Menschen ging sie ganz schon oft auf die Nerven mit ihrer sehr fordernden Art, und dauern hat sie irgendwelchen Blödsinn angestellt. Trotzdem waren sie nun unendlich traurig, als Lisa gestorben ist.

Katze Lisa liegt auf einer Couch und lässt sich kraulen.
Lisa ließ sich auch kraulen.

Lisa litt seit wenigen Jahren an Chronischer Niereninsuffizienz, einer Krankheit, die bei älteren Katzen häufiger auftritt. Da die Lebenserwartung von uns Katzen dank guter Fürsorge und medizinischem Fortschritt immer weiter steigt, und damit auch altersbedingte Krankheiten, möchte ich die Gelegenheit nutzen und heute über die Chronische Niereninsuffizienz (CNI) aufklären. Denn die Diagnose CNI muss nicht gleich das Ende bedeuten. Ihr findet den Artikel weiter unten im Newsletter.

Bild: Die Katzen Lisa und Molly auf einem Bett.
Lisa und Molly

Lisa ist trotz dieser Erkrankung mit ihren 21 Jahren sehr alt geworden. Die ersten 10 Lebensjahre, in denen sie es nicht so gut hatte, hat sie locker wieder wettgemacht. Am Ende stand sogar noch ein gutes Jahr auf ihrem „Pluskonto“.

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